„Frau Simantke hat in den vergangenen 25 Jahren Außergewöhnliches für die hessische und deutsche Schafzucht geleistet“, so Ruhl. „Sie ist mit Herzblut dabei – und dafür gebührt ihr höchste Anerkennung.“ Christel Simantke widmet sich seit Jahrzehnten den vom Aussterben bedrohten Walachenschafen.
Pionierarbeit für bedrohte Rasse
Die Zuchtstätte Simantke hat ihren Betriebssitz im nordhessischen Witzenhausen-Roßbach und hält mit 40-50 Mutterschafen die größte Herde dieser Rasse in Hessen und eine der größten in Deutschland. Den genügsamen Tieren stehen insgesamt 16 Hektar extensive Weidefläche wie Streuobstwiesen, Kalkmagerrasen oder Wacholderheiden zur Verfügung. „Frau Simantke ist vor 25 Jahren dem hessischen Schafzuchtverband beigetreten und hat Pionierarbeit für die Walachenschafe geleistet. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass der hessische Schafzuchtverband heute mit Erfolg diese Rasse betreut“, erklärte Staatssekretär Ruhl.
Engagement über Hessen hinaus
Die Schafzüchterin engagiert sich nicht nur in Hessen: Sie organisiert bundesweite Züchtertreffen, gründete eine bundesweite Interessengemeinschaft Walachenschafe und pflegt Kontakte ins Ursprungsgebiet der Rasse in Tschechien und Slowenien. Damit habe sie „maßgeblich dazu beigetragen, diese seltene Schafrasse zu erhalten“, betonte Ruhl.
Hintergrund
Der Staatsehrenpreis wird für besondere Leistungen in der Pferde-, Rinder-, Schaf-, Ziegen- und Schweinezucht vergeben. Die Betriebe werden vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen in Abstimmung mit dem jeweiligen Zuchtverband vorgeschlagen und müssen Vergabekriterien für Engagement des Betriebes, Zuchterfolg, Haltung und Management sowie Tiergesundheit und Tierschutz erfüllen. Die Preisträger erhalten ein Hofschild aus Edelstahl sowie eine von der Ministeriumsleitung unterzeichnete Urkunde.