Mehrere schwarz-weiße und braun-weiße Kühe stehen nebeneinander in einem Stall an einem Fressgitter und fressen Heu vom Boden.

Tierzucht und Tierhaltung

Die tierische Erzeugung liefert einen wichtigen Beitrag zum Einkommen der landwirtschaftlichen Betriebe und versorgt die Bevölkerung mit Nahrungsmitteln.

Hochwertige und tierwohlgerechte Tierhaltung und Zucht

Das Land Hessen unterstützt Tierhalterinnen und Tierhalter mit Beratungen und Fördermaßnahmen. Die Produktion von hochwertigen und gesundheitlich unbedenklichen Erzeugnissen hat dabei höchste Priorität. Darüber hinaus nimmt das Veterinärdezernat beim Regierungspräsidium Gießen als Teil des öffentlichen Veterinärwesens Aufgaben zum Schutz der Gesundheit von Tier und Mensch wahr.

Beratung

Ansprechpartner für alle Fragestellungen rund um Fütterung, Haltung, Zucht sowie Verfahrenstechnik in der tierischen Produktion ist der Landesbetrieb Landwirtschaft HessenÖffnet sich in einem neuen Fenster.

Ansprechpartner für alle Fragestellungen rund um die Tiergesundheit ist das VeterinärdezernatÖffnet sich in einem neuen Fenster beim Regierungspräsidium Gießen.

Tierhaltungskennzeichnungsgesetz

Seit dem 1. November 2024 ist die Abgabe der Mitteilungen über das Beteiligungsportal Hessen möglich. Den Link zum Meldeportal in Hessen für Schweinemäster finden Sie hierÖffnet sich in einem neuen Fenster.

 

Ausstieg aus der Anbindehaltung

Der Ausstieg aus der Anbindehaltung ist machbar! Das Land Hessen unterstützt dabei mit Beratung und finanzieller Förderung.

Im Rahmen des Agrarinvestitonsförderungsprogramms (AFP) unterstützt die Landesregierung gezielt Investitionsvorhaben, die auf die Umstellung noch bestehender Anbindehaltungen gerichtet sind. Die Fördersätze liegen bei 30 Prozent für Umbauten und bei 40 Prozent für Neubauten. Ebenfalls werden Investitionen zur Minderung von Emissionen bei der Lagerung von flüssigen Wirtschaftsdüngern unterstützt.

Informationsbroschüre

Die Broschüre „Ausstieg aus der Anbindehaltung“ wurde vom Runden Tisch Tierwohl und der Arbeitsgemeinschaft für Rationalisierung, Landtechnik und Bauwesen in der Landwirtschaft Hessen e.V. (ALB) erarbeitet. Sie ist bundesweit einzigartig und beschreibt Umbaukonzepte anschaulich und praxisnah.

Broschüre anfordern!

Die Broschüre "Ausstieg aus der Anbindehaltung" kann bei der Geschäftsstelle der ALB Hessen per E-Mail kostenfrei angefordert werden.

ALB

Verleihung Staatsehrenpreis

Mit der Verleihung des Staatsehrenpreises werden herausragende Leistungen und Aktivitäten von Züchtern honoriert, die in der Vergangenheit in besonderer Weise zur positiven Entwicklung der organisierten Tierzucht in Hessen beigetragen haben.

Rinderzucht

Der Limousinzüchter Ulrich Pflanz aus Unter-Wegfurth ist der neue Träger des Staatsehrenpreises des Landes Hessen in der Rinderzucht. Landwirtschaftsminister Ingmar Jung überreichte im Juli dem Züchter die Auszeichnung in seinem Betrieb im Vogelsbergkreis. 1986 hatte Familie Pflanz die ersten Kühe der Rasse Limousin gekauft. Bereits drei Jahre später wurden sie Mitglied im hessischen Rinderzuchtverband und gehören seitdem zu den aktivsten Limousin-Herdbuchzuchtbetrieben in Hessen. Die Herde umfasst aktuell 27 Kühe mit Kälbern, zwei Zuchtbullen sowie die weibliche Nachzucht und einige Jungbullen. Ulrich Pflanz führt den Betrieb im Haupterwerb und bewirtschaftet auf den beiden Standorten in Unter-Wegfurth und Burghaun 43 Hektar Grünland zur Beweidung und Futtererzeugung sowie 75 Hektar Ackerland und fünf Hektar Forstfläche.

Der züchterische Einsatz von Ulrich Pflanz wurde bereits mit zahlreichen Siegertiteln und vorderen Platzierungen auf Bundes- und Landesebene gewürdigt. Die Tiere sind auch bei anderen Züchtern gefragt, in den vergangenen fünf Jahren wurden mehr als 60 Tiere zur Zucht verkauft. Mehr Informationen zur Auszeichnung finden Sie hier.

Landwirtschaftsminister Ingmar Jung bei der Verleihung des Staatsehrenpreises Rinderzucht an Familie Pflanz

Schafzucht

Die hessische Schafzüchterin Christel Simantke aus Witzenhausen wurde 2025 mit dem Staatsehrenpreis des Landes Hessen ausgezeichnet. Staatssekretär Michael Ruhl überreichte die Auszeichnung beim Hessischen Landesleistungshüten mit Schäferfest in Kirchhain-Stausebach.

Die Zuchtstätte Simantke hat ihren Betriebssitz im nordhessischen Witzenhausen-Roßbach und hält mit 40-50 Mutterschafen die größte Herde dieser Rasse in Hessen und eine der größten in Deutschland. Den genügsamen Tieren stehen insgesamt 16 Hektar extensive Weidefläche wie Streuobstwiesen, Kalkmagerrasen oder Wacholderheiden zur Verfügung. Mehr Informationen zur Auszeichnung finden Sie hier.

Die Preisträgerin mit Staatssekretär und Vorsitzendem Schafzuchtverband

Ziegenzucht

Staatssekretär Michael Ruhl hat in Lich das Ehepaar Stoll für seine herausragende Arbeit mit dem Staatsehrenpreis in der Ziegenzucht ausgezeichnet. Pia und Dietmar Stoll bewirtschaften mit Unterstützung von Enkelin Sarah einen landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb und züchten bereits seit 1995 die Fleischziegenrasse Burenziegen.

Mehrmals wurden ihre Tiere Hessenchampion. Zudem engagiert sich Familie Stoll ehrenamtlich für die Ziegenzucht, so etwa im Hessischen Ziegenzuchtverband oder durch die Bereitstellung des Betriebes für Schulungen, Schauen und Auktionen. Mehr zur Auszeichnung finden Sie hier.

Freuen sich gemeinsam über die Auszeichnung (v.l.): Staatssekretär Michael Ruhl, Pia Stoll, die Hessische Ziegenkönigin Anne I., Katja Götz (Zuchtleiterin Hessischer Ziegenzuchtverband) und Dietmar Stoll.

Schlagworte zum Thema