Die Vertreterinnen und Vertreter der europäischen Regionen, darunter Hessens Staatssekretär Michael Ruhl (2.v.r.).

Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat

Hessen gründet mit Partnern aus ganz Europa eine Allianz für Wasserresilienz und Klimawandelvorsorge

18 europäische Regionen begegnen den Herausforderungen des Klimawandels gemeinsam und arbeiten künftig als strategische Partner zusammen.

Als eine von 18 europäischen Regionen gehört Hessen zu den Gründungsmitgliedern einer neuen Allianz für Wasserresilienz und Klimawandelvorsorge. Staatssekretär Michael Ruhl nahm am Mittwoch für Hessen an der Gründungsveranstaltung im Mehr-Regionen-Haus in Brüssel teil. „Die Allianz zur Stärkung der Wasserresilienz in Europa ist ein wichtiges Signal in Zeiten des Wandels und der Herausforderungen zur Bewältigung der Folgen des Klimawandels. Hierbei hat sich die europäische Zusammenarbeit bewährt, denn natürliche Systeme enden nicht an Landesgrenzen. Als starkes Land im Herzen Europas will Hessen sich gemeinsam mit seinen Partnern auch beim Thema Wasserresilienz zukünftig aktiv auf EU-Ebene einbringen und zusammenarbeiten“, sagte der Staatssekretär in Brüssel.

Die „Allianz europäischer Regionen für Wasserresilienz und Klimawandelvorsorge“ unterstützt die Regionen aus insgesamt neun europäischen Mitgliedsstaaten künftig dabei, den verstärkt zunehmenden Extremsituationen wie Starkregen, Überschwemmungen, Hitze, Dürren und Waldbränden zu begegnen und deren Folgen zu bewältigen. Ziel ist es, auch im Einklang stehend mit der „Europäischen Strategie zur Wasserresilienz“, einen Zusammenschluss europäischer Regionen zu bilden und damit eine Plattform zur Positionierung regionaler Anliegen auf europäischer Ebene zu schaffen. Weiterhin soll die Zusammenarbeit der Regionen bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen, der Entwicklung und Forschung, dem Austausch von Fachwissen und Erfahrungen und bei der Sensibilisierung der Öffentlichkeit gestärkt werden.

Die Mitgliedschaft in der Allianz ist freiwillig, offen und als kooperative Initiative für die europäischen Regionen ausgelegt, um gemeinsam mit den EU-Institutionen und relevanten Netzwerken für eine Stärkung der Wasserresilienz in Europa zusammenzuarbeiten. Die Gründung der Allianz ist für die Regionen ein Bekenntnis, sich als strategische Partner zu positionieren und gemeinsam nach Lösungen und deren Finanzierung zu suchen.

Die hessische Partnerregion Emilia-Romagna hatte für die Gründung den Anstoß gegeben und die Partner nach Brüssel eingeladen. Zu den Gründungsmitgliedern gehören neben Hessen die Emilia-Romagna (Italien), Andalusien, Katalonien, Balearischen Inseln, Baskenland, Murcia, Valencia (Spanien), Kärnten, Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark (Österreich), Flandern (Belgien), Ostmakedonien und Thrakien (Griechenland), Nouvelle-Aquitaine, Okzitanien (Frankreich), Südmähren (Tschechien) und die Wielkopolska (Polen).

Hintergrund

Extremwetterereignisse wie Starkregen und Trockenheit nehmen in Intensität und Häufigkeit zu und stellen zunehmende Gefahren- und Schadenspotenziale dar. Schwankungen bei Bedarf und Verfügbarkeit der Wasserressourcen lösen Konkurrenz und Nutzungskonflikte aus. Maßnahmen zur Steigerung der Wasserresilienz gewinnen somit auch in Hessen zunehmend an Bedeutung.

Mit dem Zukunftsplan Wasser, dem Landesaktionsplan Hochwasser und der Bewirtschaftungsplanung zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie verfügt Hessen bereits über wichtige Grundlagen und umfangreiche Erfahrungen im Bereich der Stärkung der Wasserresilienz und der Klimaanpassung in der Wasserwirtschaft.

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