Ein großes Holzbrett mit der Aufschrift „TOR ZUR NATUR“ steht auf einer grünen Wiese im Vordergrund. Es ist mit verschiedenen Naturfotos und Informationstafeln bestückt. Im Hintergrund erstreckt sich eine weite Landschaft mit einem kleinen Dorf, Feldern und Hügeln unter leicht bewölktem Himmel.

Der 39. Landeswettbewerb

Im Wettbewerb zeigen die Menschen vor Ort, was ihr Dorf besonders macht. Sie stellen ihre Ideen, Projekte und Vorhaben vor. Gleichzeitig geht es darum, was die Menschen bewegt und wie sie ihre Heimat und das Zusammenleben im Dorf zukunftsfähig gestalten.

Der Wettbewerb möchte dazu ermutigen, sich für die Gemeinschaft einzusetzen, gemeinsam Ideen zu entwickeln und diese auch umzusetzen.

Teilnahmeschluss für den 39. Wettbewerb ist der 15.3.2027.

Im Mittelpunkt stehen alle Bereiche der Dorfentwicklung. Dazu gehören zum Beispiel:

  • soziale Einrichtungen und Angebote,
  • Kultur und ein lebendiges Vereinsleben,
  • Baukultur und eine attraktive Grüngestaltung,
  • Wirtschaft und regionale Initiativen,
  • Infrastruktur, Mobilität und Digitalisierung,
  • der Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels und des Klimawandels,
  • der Schutz von Natur und Artenvielfalt.

Besonders wichtig ist das gemeinsame Engagement. Eine gute Grundlage für die Teilnahme ist deshalb, wenn

  • Bürgerinnen und Bürger und die Verwaltung gemeinsam Ideen entwickeln,
  • die Dorfentwicklung gemeinsam gestaltet wird und
  • konkrete Projekte Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft geben.

Im Mittelpunkt steht das **bürgerschaftliche Engagement**. Gesucht werden Dörfer, in denen Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen und ihren Ort attraktiv und lebenswert gestalten. Dabei zählt nicht nur, was erreicht wurde, sondern auch, wie sich das Dorf in den vergangenen Jahren entwickelt hat.

Unser Dorf ist ein guter Ort zum Leben

Impulse für Wirtschaft und Infrastruktur

Aktive Dorfgemeinschaften entwickeln Ideen für eine gute Lebensqualität und die wirtschaftliche Entwicklung ihres Ortes – etwa für Versorgung, Mobilität, Digitalisierung, Infrastruktur sowie soziale und kulturelle Angebote. Gemeinsame Ziele und Leitbilder können dabei Orientierung geben.

Unser Dorf fördert Zusammenhalt

Ideen und Projekte für ein gutes Miteinander

Gefragt sind Engagement, Zusammenhalt und Gemeinschaft: von Nachbarschaftshilfe und Vereinsleben über Traditionen bis zu kulturellen und sportlichen Aktivitäten. Wichtig ist ein gutes Miteinander von Jung und Alt, Zugezogenen und Alteingesessenen.

Unser Dorf ist zukunftsfähig

Antworten auf demografischen Wandel, Klimawandel und gesellschaftliche Veränderungen

Zukunftsfähige Dörfer stellen sich Veränderungen und entwickeln gemeinsam mit der Kommune neue Perspektiven. Dazu gehören beispielsweise **nachhaltige Dorfentwicklung, Baukultur und Grüngestaltung, Klimaanpassung sowie Natur- und Artenschutz**. Auch die Zusammenarbeit mit benachbarten Dörfern und Ortsteilen kann dazu beitragen, gemeinsame Stärken zu nutzen und die Region voranzubringen.

Teilnahmeberechtigt sind Dörfer mit bis zu 3.000 Einwohnerinnen und Einwohnern in räumlich geschlossenen Gemeinden, Ortschaften oder auch Ortsteilen, die überwiegend dörflichen Charakter haben. Auch Gemeinschaften von benachbarten Dörfern mit insgesamt bis zu 3.000 Einwohnerinnen und Einwohnern können mitmachen. Die Initiative zur Teilnahme kann von Vereinen, Initiativen und Dorfgemeinschaften ausgehen. 

Der hessische Dorfwettbewerb wird in Abstimmung mit dem Bundeswettbewerb im dreijährigen Rhythmus auf drei Ebenen durchgeführt.

Auf der ersten Ebene erfolgt die Teilnahme an den Wettbewerben in den Regionen. Für die Regionalentscheide werden je nach Anzahl der teilnehmenden Dörfer Regionen aus mehreren Landkreisen gebildet. Die Regionalentscheide finden im Zeitraum von Juni bis September 2027 statt.

Die nächste Ebene ist der Landeswettbewerb. Hieran nehmen die jeweils ersten zwei Siegerdörfer der Regionalentscheide teil. Die Bereisung der Landesjury findet im Sommer 2028 statt.

Die Landessieger haben die Möglichkeit, am 29. Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft 2029“ teilzunehmen.

Die Anmeldung erfolgt in zwei Schritten:

In einem ersten Schritt melden sich die Dörfer formlos bei der jeweils zuständigen Fach- und Förderbehörde der Landkreise an. Anmeldefrist ist der 15. März 2027. 

Im zweiten Schritt ist ein Dorffragebogen auszufüllen, welcher der Jury als Grundlage und Information für die Bereisung dient. Hier werden alle wesentlichen Informationen über den Ort zusammengestellt, wie zum Beispiel die Ausgangssituation, die Entwicklungen des Dorfes in den letzten Jahren und die Zukunftspläne. Die Abgabefrist für den Fragebogen ist der 15. Mai 2027. 

Als Anerkennung werden den an den Regionalentscheiden und am Landesentscheid teilnehmenden Dörfern Preisgelder verliehen:

Regionalentscheide:

  • 1. Preise – 5.000,- €
  • 2. Preise – 4.000,- €
  • 3. Preise – 3.000,- €
  • 4. Preise – 2.000,- €
  • 5. Preise – 1.000,- €

Die Jury kann zudem bis zu vier Sonderpreise von jeweils 1.000 Euro vergeben, um besondere Einzelprojekte zu würdigen.

Landesentscheid:

  • 1. Preis – 7.000,- €
  • 2. Preis – 6.000,- €
  • 3. Preis – 5.000,- €
  • 4. Preis – 4.000,- €
  • 5. Preis – 3.000,- €

Die Jury kann zudem vier Sonderpreise von je 2.000 Euro vergeben, um besondere Einzelprojekte zu würdigen.

Die Auszeichnung der Dörfer des Landesentscheides wird im Winter 2028/29 mit einem Festakt gefeiert.

Teilnehmende Dörfer ohne Platzierung erhalten ein Entschädigungsgeld von je 500 Euro.

Im Mittelpunkt steht das Engagement der Dorfgemeinschaft nach dem Motto „Wo sind wir gestartet - Was haben wir bislang erreicht – Was tun wir für die Zukunft?“. Dabei werden die individuelle Ausgangslage und die Historie des Dorfes berücksichtigt. Für die Bewertung werden Projekte und Initiativen betrachtet, die entweder selbst von bürgerschaftlichen Initiativen und Ehrenamtlichen initiiert und umgesetzt wurden oder bei denen sich die Dorfgemeinschaft eingebracht hat.

Es werden folgende Fachbereiche bewertet:

  1. Unser Dorf hat Zukunft, weil wir Ziele und Konzepte entwickeln, wirtschaftliche Initiativen unterstützen und zur Verbesserung der Infrastruktur beitragen.
  2. Unser Dorf hat Zukunft, weil wir sozial engagiert sind und dörfliche kulturelle Aktivitäten entfalten.
  3. Unser Dorf hat Zukunft, weil wir wertschätzend und sensibel mit unserer Baukultur, der Natur und der Umwelt umgehen.
  4. Unser Dorf ist attraktiv und lebenswert – auf dem Land haben wir unsere Heimat und Zukunft.

Beurteilt wird abschließend der Gesamteindruck des Dorfes. Die Jury bewertet, wie die Inhalte und Ziele des Wettbewerbs von der Dorfgemeinschaft umgesetzt werden. Ausschlaggebend sind die Aktivitäten und das große Engagement der Bürgerinnen und Bürger, die dazu beitragen, den unverwechselbaren Dorf- und Landschaftscharakter zu erhalten.

Die Fachbewertungsbereiche bilden mit dem Gesamteindruck unter ausdrücklicher Berücksichtigung der Ausgangslage und der Historie des Dorfes das Gesamtergebnis. Im Vordergrund stehen die Fortschritte für die Entwicklung des Dorfes und das Engagement der Dorfgemeinschaft.

Für den Wettbewerb wird auf regionaler Ebene sowie auf Landesebene eine Bewertungskommission einberufen. Diese setzt sich aus Fachleuten zum Beispiel aus Verbänden und Institutionen zusammen. Die Regionalkommissionen werden von den jeweils federführenden Landkreisen einberufen. Die Landeskommission wird vom zuständigen Fachministerium ernannt.

Die teilnehmenden Dörfer erhalten einen Ergebnisbericht mit fachlichen Impulsen und Anregungen der Jury. Es werden keine Informationen oder Begründungen über die Bewertung der Dörfer veröffentlicht.

Die Entscheidungen der jeweiligen Jury sind endgültig und unanfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Träger des Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ ist das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat. Die Geschäftsstelle ist beim Regierungspräsidium Kassel angesiedelt.

Alle Fragen rund um den Wettbewerb werden von den Fach- und Förderbehörden für die Dorf- und Regionalentwicklung der Landkreise beantwortet. Sie sind für die Beratung, Information und Anmeldung zum Wettbewerb zuständig und begleiten die Dörfer operativ und fachlich durch den gesamten Prozess. Zudem haben die Landkreise die Federführung bei der Umsetzung der Regionalentscheide.