Der Fakeshop-Finder schützt vor Onlinebetrügern.

Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat

Fakeshop-Finder findet den 100.000 Fakeshop

Von Hessen gefördertes Tool schützt immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher vor Betrug beim Onlineshopping.

Der Fakeshop-Finder hat den 100.000. gefälschten Shop im Internet identifiziert und damit Verbraucherinnen und Verbraucher vor Betrug und Abzocke geschützt. Seit dem Start im August 2022 haben Verbraucherinnen und Verbraucher das Angebot rund 10,75 Millionen Mal genutzt.

Hessens Verbraucherschutzstaatssekretär Michael Ruhl sagt dazu: „Der Fakeshop-Finder ist eine große Hilfe beim Onlineshopping. Dass jetzt der 100.000 Fakeshop identifiziert wurde, zeigt sehr deutlich, wie groß das Problem von Onlinebetrug ist. Mit dem Fakeshop-Finder unterstützen wir Verbraucherinnen und Verbraucher mit einem anwenderfreundlichen Tool, um Onlineshops zu überprüfen, wenn sie beim Einkauf skeptisch sind.“ Der Fakeshop-Finder schützt vor Onlinebetrügern, die zum Beispiel für Lockangebote meist Vorauskasse verlangen und dann Ware nicht ausliefern. Das Tool wird vom Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat unter Beteiligung weiterer Landesministerien finanziert und von den Verbraucherzentralen bereitgestellt.

Die Nutzung des Tools ist simpel: Verbraucherinnen und Verbraucher können auf der Seite des Fakeshop-Finders die URL des jeweiligen Shops eingeben, kurz darauf wird schon das Prüfergebnis in einem Ampelsystem angezeigt. Im besten Fall zeigt die Ampel grün und der Shop ist unbedenklich. Gelb gilt als Hinweis, vor der Bestellung an bestimmten Stellen genauer hinzusehen. Im schlechtesten Fall leuchtet die Ampel rot auf und rät, von einem Kauf auf dieser Seite Abstand zu nehmen.

Auch Social Media-Seiten werden geprüft

Viele Fakeshops sehen täuschend echt aus und werden zudem verstärkt in den sozialen Medien beworben. Zusammen mit mehreren Ländern wird der Fakeshop-Finder daher weiterentwickelt, um auch Betrügereien via Social Media aufzuspüren.

Hinter dem Fakeshop-Finder steckt ein System, das mittels einer künstlichen Intelligenz das Internet kontinuierlich nach Shops durchsucht. Jede gefundene Webseite wird auf Merkmale gescannt, die häufig bei unseriösen Shops zu finden sind. Typisch sind etwa ein fehlendes Impressum, eine gefälschte Umsatzsteuer-ID sowie weitere technische Merkmale, die Verbraucherinnen und Verbraucher auf den ersten Blick meist nicht erkennen können. Der Fakeshop-Finder kennt und nutzt zudem öffentliche Listen von bekannten Fakeshops. Mithilfe der Informationen errechnet das Tool die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei der eingegebenen Adresse um einen Fakeshop handelt.

Fakeshop-Finder erhält renommierten Preis für Kriminalprävention

Vergangenen November wurde der Fakeshop-Finder vom Europäischen Netzwerk für Kriminalprävention mit dem European Crime Prevention Award (ECPA) 2025 in Kopenhagen ausgezeichnet. Der ECPA ist ein jährlich verliehener europäischer Preis für herausragende Projekte zur Kriminalprävention.

Hintergrund

Der Fakeshop-Finder wurde von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen im August 2022 gestartet. Aktuell beteiligen sich die Verbraucherzentralen Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen daran, gefördert von ihren jeweiligen Landesministerien.

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