Gemüsekisten mit Lauch, Blumenkohl und anderem Gemüse.

Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat

Ehrenamtlicher Einsatz für regionale Lebensmittel

Hessen unterstützt die Servicestelle für Ernährungsinitiativen jährlich mit rund 150.000 Euro zur Förderung von Projekten für Regionalität und nachhaltige Ernährung.

Hochbeete im Kindergarten, gemeinsames Kochen mit Kindern und Familien oder für Alleinstehende und Senioren, Ernährungsbildung für Menschen mit Behinderung oder auch ein Kino-Kurzfilm zum Thema nachhaltige Ernährung: Die Bandbreite ehrenamtlicher Projekte im Bereich Ernährung in Hessen ist groß und umfasst alle Generationen. Dank der Hilfe der Servicestelle für Ernährungsinitiativen in Hessen (SEI) konnten auch 2025 zahlreiche Projekte erfolgreich umgesetzt werden. Die SEI ist die zentrale Anlaufstelle für gemeinnützige Vereine und Initiativen aus dem Ernährungsbereich und wurde 2023 vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau Deutschland e.V. (FiBL) ins Leben gerufen. Finanziert wird sie vom Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (HMLU). Das Land Hessen fördert die SEI jährlich mit rund 150.000 Euro.

„Regionale Lebensmittel überzeugen nicht nur mit Frische und Geschmack. Sie kommen ohne lange Transportwege zu uns und stärken gleichzeitig die Produktion und Wertschöpfung vor Ort. Viele engagierte Hessinnen und Hessen setzten sich dafür ein, dass noch mehr Menschen den Wert regionaler Ernährung erkennen und schmecken. Die SEI berät und vernetzt diese Initiativen und unterstützt durch Bildungsangebote, gemeinschaftliche Aktionen und praktische Erfahrungen“, sagt Landwirtschaftsminister Ingmar Jung. „Das Engagement der Bürgerinnen und Bürger für Regionalität ist groß. Durch die SEI werden regionale Ernährung und der Wert von Lebensmitteln noch sichtbarer und wirksamer im Alltag verankert. So erfahren die wertvollen Erzeugnisse unserer Landwirtinnen und Landwirte, die tagtäglich in Hessen produziert werden, die Würdigung, die sie verdienen“, so Jung weiter.

Gutes haltbar machen und Hessens Regionen zeigen

Eine von insgesamt zwölf Initiativen, die 2025 eine Förderung über die SEI erhalten haben, ist der Ernährungsrat Marburg und Umgebung e.V. (EMU). Zusammen mit dem Elisabethmarkt „Mittelhessen Geschmackvoll“ hat EMU vielfältige Einblicke in das Engagement regionaler Akteurinnen und Akteure für nachhaltige Ernährung, regionale Wertschöpfung und ökologische Verantwortung geboten.

Auf dem Markt präsentierte sich auch der Verein Allmende Holzhausen e.V. mit verschiedenen Projekten, die das Bewusstsein für eine regionale Ernährung stärken. Durch die Förderung der SEI entstanden dabei unter anderem ein Buch mit Methoden, Rezepten und Illustrationen zum Thema Haltbarmachen von Lebensmitteln sowie ein Brettspiel, das hessische Regionen, deren Besonderheiten und bodenkundliche Herausforderungen aufgreift. „Durch die Förderung der SEI konnten wir unsere Ideen sichtbar machen und den Dialog über nachhaltige Ernährung in unserer Region fördern“, sagt Ann-Marie Weber, Vorsitzende der Allmende Holzhausen e.V.

„Es ist schön zu sehen, wie durch die SEI Projekte verwirklicht werden können, die einen echten Unterschied im Ernährungsbewusstsein machen“, erklärt Silke Thom, Projektleiterin der SEI Hessen.

Neue Förderrunde 2026

Interessierte Ernährungsinitiativen können sich jetzt für die neue Förderrunde 2026 mit Projekten rund um die Themen Regionalität, Ernährungsbildung und Vermeidung von Lebensmittelverschwendung bewerben.

Hintergrund

Die Servicestelle für Ernährungsinitiativen in Hessen (SEI) wird aus Mitteln der Hessischen Ernährungsstrategie des Hessischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat finanziert. Die Förderung regionaler Projekte der Initiativen erfolgt über Mittel des Klimaplan Hessen.

Kontakt:

Weitere Informationen unter: https://sei-hessen.de/Öffnet sich in einem neuen Fenster

Kontakt per E-Mail an: sei-hessen@fibl.org

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